Rohstofffonds
Rohstofffonds gehören zu den Branchenfonds, da sie nur in eine spezielle Branche investieren. Rohstoffe können hierbei sowohl Öl, Gas und Edelmetalle sein. Die Spezialisierung auf die jeweilige Branche hat in den letzten Jahren wesentlich höhere Renditen als die Anlage in Aktien- oder Rentenfonds erzielt. Nach Analysen werden Rohstofffonds auch in Zukunft hohe Renditen erzielen.
Radio Frequency Identification, kurz RFID bedeutet auf Deutsch Funk-Erkennung.
Rohstoffe sind ein knappes Gut. Sowohl Öl als auch Gas und Edelmetalle sind nur begrenzt vorhanden. Die Nachfrage wird daher in den nächsten Jahren das Angebot oder zumindest die Möglichkeiten der Verarbeitung übersteigen. Gerade durch den vermehrten Verbrauch von Ländern wie China oder Indien werden Rohstoffe immer knapper. Das Wachstum in diesen Ländern beträgt derzeit rund 9% jährlich. Der Bedarf an Rohstoffen wird also auch in Zukunft weiter steigen und somit die Renditen der hiermit beschäftigten Unternehmen.
Die Förderung und Verarbeitung der Rohstoffe ist daher mit hohen wirtschaftlichen Renditen verbunden. Rohstofffonds investieren in Unternehmen, die sich hiermit beschäftigen. Die Fondsmanager sind immer auf der Suche nach Unternehmen, die hohe Renditen erwirtschaften und kaufen die jeweiligen Aktien fürs Portfolio. So haben sich gerade mit der Anlage in Öl oder Minenwerte in den letzten Jahren Renditen zwischen 20% und 30% pro Jahr erzielen lassen.
Allerdings erzielen Rohstofffonds einen großen Teil ihrer Rendite in Ländern außerhalb der EU. Hierbei ist neben der Entwicklung des Aktienmarktes auch das Währungsrisiko zu bedenken. Fonds wie die von Merrill Lynch werden in USD ausgepriesen. Sinkt der Kurs des Dollar, wie dies in den letzten Monaten der Fall war, sinkt auch der Anteilswert des Fonds, unabhängig von der Entwicklung der zugrunde liegenden Unternehmen. Daher haben viele Rohstofffonds auch Währungssicherungen vorgenommen, die jedoch einen Teil der Rendite kosten.
Da Rohstofffonds Branchenfonds sind, ist das Risiko dieser Anlage auch höher als bei Standardfonds, die in verschiedene Branchen investieren. Im Herbst 2006 konnte man zum Beispiel erleben, wie Fonds, die sich auf Öl spezialisiert haben, Kursverluste erlebten. Von diesem konnten sich die Fonds bis heute nicht erholen.
Eine Alternative zu Rohstofffonds sind daher Zertifikate, die ebenfalls in diese Firmen investieren. Diese Zertifikate weisen eine Laufzeit von durchschnittlich 5 Jahren auf. Nach Ablauf hat der Kunde dann eine 100%ige Kapitalgarantie, an Kursgewinnen wird er jedoch nur bis zu 85% beteiligt. So können Anleger an positiven Entwicklungen teilhaben, das Kapital ist jedoch geschützt.
